news infos

UWRC Wien beim Champions Cup 2016

Wie jedes Jahr durfte Wien als Serienmeister auch heuer wieder am Champions Cup in Berlin teilnehmen. Auch die Damen des UWRC waren am Start und kämpften mit 9 anderen Damenteams um eine gute Platzierung.


BERICHT HERRENTEAM

Durch einige Ausfälle gebeutelt standen wir leider nur etwas suboptmial besetzt zum ersten Spiel am Freitagabend gegen den Turnierneuling aus Australien, die UNSW Whales am Beckenrand bereit.
Die Vorzeichen waren für beide Teams klar - in der Vorrunde würde dieses Match sicherlich das einzige sein, das realistischerweise gewonnen werden kann. Also galt es von Beginn an konzentriert und fokussiert zu spielen. Der australische Meister konnte insgesamt duch großen Einsatz und Eifer, wenn auch nicht durch optimales Teamplay seinen Weg in die Begegnung finden. Von der intensiven Gegenwehr zeigten wir uns stellenweise überrumpelt und fanden auf diese Weise selbst nicht zu einem konstruktiven Spielaufbau.
Es entwickelte sich ein unübersichtliches, unruhiges Spiel, gezeichnet von Fehlern auf beiden Seiten. In dem offenen Schlagabtausch gelang es den Whales noch in der ersten Halbzeit bei einem Abstimmungsfehler der Verteidigung den Torwart zu zweit nach freiem Doppelpass am Tor zu überwinden und 1:0 in Führung zu gehen. Es änderte sich wenig, kein Team konnte Ruhe und Planhaftigkeit herstellen. Es gab einige Halbchancen, doch keine gut herausgespielten, zwingenden Aktionen.
Die durchlaufende Spielzeit verstrich in Windeseile und wir mussten den Rookies von down under zu ihrem ersten Sieg auf der Nordhalbkugel gratulieren.

Damit war am Freitag unser Dienst getan, wenn auch nicht zufriedenstellend. Die übrigen Gruppengegner Rantamäki (Finnland) und Orcas (Kolumbien) hatten sich bereits ein Match auf enorm hohem Niveau geliefert. Also mussten wir den Rest des Turniers bereits mit dem Gedanken angehen, Gruppenletzter zu werden.
Am Samstag folgte dann zunächst die Partie gegen die Finnen. Sie spielten einen harten, körperbetonten Stil und nutzten die Grauzonen der Regelauslegung voll aus, besonders was den Angriff an den Kopf angeht. Unterm Strich dominierten sie die Partie in allen Belangen, überflüssigerweise eben auch in sachen Spielhärte, was die 1:8 Niederlage für uns zusätzlich schmerzhaft und frustrierend machte. Der Ehrentreffer kurz vor Schluss konnte hier auch kaum für Freude sorgen.

Nachdem die Finnen selbst gegen die Orcas bereits verloren hatten, rechneten wir uns zurecht kaum Chancen aus, das letzte Gruppenspiel siegreich bestreiten zu können. Möglicherweise lag es am Fehlen der Spannung oder der realistischen Hoffnung, hier etwas reißen zu können; was immer es war, uns ging das Spiel plötzlich deutlich glatter und strukturierter von der Hand. Zwar erwies sich der kolumbianische Meister erwartungsgemäß als spielerisch und körperlich überlegen, jedoch konnte er nicht mehr als einen 6:0 Sieg verbuchen und musste teilweise über lange Strecken unserer starken Verteidigungsleistung Tribut zollen.
Das war eine gewisse Erleichterung für uns, da wir endlich mal in einem Spiel zu unseren Möglichkeiten aufgespielt hatten. Als Gruppenletzter blieb uns jedoch trotzdem der Nachmittag frei und am Sonntagmorgen nur mehr der Kampf gegen die Erstnennung bei der Siegerehrung.

Das Team aus NEWARK hat sich als US amerikanischer Meister zum Champions Cup nominiert und in der Vorrunde sowohl gegen Triton Malmö als auch Barcelona jeweils nur mit 0:1 geschlagen geben müssen. Folglich war uns allen bewusst, dass selbst der vorletzte Platz heuer keine Selbstverständlichkeit werden würde.
Das Spiel begann bereits nach anderthalb Minuten mit dem ersten Schock, als die Schiedsrichter auf Strafwurf gegen uns entschieden. Obwohl nur knapp, wurde er dennoch verwandelt und stellte uns von Beginn an mit dem Rücken an die Wand. Wir erlebten von da an eine ähnliche Partie wie im Auftaktspiel gegen die Whales. Intensiv geführt, jedoch häufig wegen mangelhafter Abstimmung nicht vom Torerfolg gekrönt, entwickelte sich auch diese Begegnung zu einem Wettlauf darum, wer zuerst einen Fehler des Gegners ausnützen könne. Leider lief das wiederum nicht zu unseren Gunsten ab.
Keinesfalls hilfreich waren dabei natürlich die zwei 2 Minuten Zeitstrafen gegen uns. NEWARK erhöhte auf 2:0, was schon beinahe endgültig der Nagel im Sarg hätte gewesen sein können. Doch im direkten Gegenangriff und dessen zweiter Welle gelang es uns zumindest ein einziges Mal, eine gelungene Ballstaffette hin zum Tor der Amerikaner aufzubauen und durch den dort gelegten Block auch zum Torerfolg zu kommen. Die aufflammende Hoffnung zerstob augenblicklich, als der nun folgende Gegenstoß von NEWARK gleichfalls schnell zu einem Tor führte und den Abstand wieder auf 3:1 erhöhte.
In der Folge brachen durch unsere Bemühungen, die Offensive doch wieder in Gang zu bringen, in der Rückwärtsbewegung Löcher auf und ermöglichte so 3 weitere Gegentreffer zum Endstand 1:5.

Mit dieser Niederlage hat der UWRC Wien heuer den 14. und damit letzten Rang des Champions Cups belegt und damit zeitgleich das schlechteste Ergebnis eines österreichischen Vereins in diesem prestigeträchtigen Turnier jemals.
Fragen sind nun keineswegs Mangelware hier in Wien. Es wird sich einiges ändern müssen, so viel scheint sicher zu sein. Denn die Wege der Vergangenheit haben zu dieser glanzlosen Leistung, dieser glanzlosen Platzierung und nicht zuletzt zu den glanzlosen Augen der Spieler nach der finalen Niederlage geführt.
Wollen wir hoffen, dass das nächste Jahr für die Herren des UWRC wiederum seinen Abschluss in Berlin findet, jedoch mit einem rühmlicherem Ende.


BERICHT DAMENTEAM

Auch die Damen des UWRC waren am Start und kämpften mit 9 anderen Damenteams um eine gute Platzierung.
Allerdings war diese Aufgabe nicht ganz so leicht. In die Gruppe des UWRC waren die beiden besten Teams (Akkaren aus Norwegen und Castores aus Kolumbien) des diesjährgen Champions Cups gelost worden, was den Druck sich stark zu präsentieren noch erhöhte.

Das erste Spiel hatten wir um 19:30 gegen Castores. Gegen die kraftbetont und hart spielenden Kolumbinanerinnen konnten wir nicht lange gegenhalten und mussten das Spiel mit einem Endstand von 0:8 beenden.

Das nächste Spiel war erst gegen 23:00 Uhr angesetzt und wir nutzten die restliche Zeit um uns bestmöglichst für das harte Spiel auszuruhen. Mit großer Anspannung sind wir ins Wasser gegangen und haben versucht unser Tor gegen Akkaren zu schützen. Endstand zum Schluss war leider nur ein 0:11.
Trotz dieser eindeutigen Niederlagen versuchten wir uns nicht demotivieren zu lassen und in den Platzierungsspielen zu zeigen, dass auch wir Tore schießen können.

Da wir in der Vorrunde keine Spiele gewinnen konnten, hatten wir den Samstag frei und genossen einen etnspannten Samstag in Berlin.

Der letzten Tag des Cups startete mit unserem Spiel um 9:00 gegen Firs (Italien). Die Anspannung war groß, da wir wussten, sollten wir dieses Spiel verlieren, geht es für uns um den vorletzten Platz des Turnieres, was definitiv nicht unser Ziel war. Letztes Jahr hatten wir den 7. Platz erreicht, und wollten diesen auch mit aller Macht verteidigen behalten. Zunächst sah es auch gut aus, als S. Tomschitz den 1:0 Führungstreffer erzielte. Die Italienerinnen versuchten nun mit aller Macht auszugleichen und obwohl wir den Angriffswellen lange Stand halten konnten und selbst immer wieder Chancen herauspielten, gingen wir mit einem 1:1 in die letzten Spielminuten. Im Kopf schon beim bevorstehenden Penaltyschießen nutzten die Italienerinnen unsere Unkonzentriertheit und versenkten nur wenige Sekunden vor Schluss den Ball in unserem Korb. Der Frust war natürlich groß.
Ohne bisherigen Sieg gingen wir angetrieben vom Ärger über das letzte Spiel gegen die Black Mermaids (Schweden) ins Wasser. Diese konnten wir bereits letztes Jahr schlagen, darauf wollten wir uns aber keinesfalls ausruhen. Die Vorgaben von Trainer J. Kindermann waren klar: sicher verteidigen und stark kontern. Und das gelang uns auch. Ganze fünf mal durften wir über Tore jubeln, welche von U. Mayer, A. Gobiet, N. Decker, D. Schmutz und S. Tomschitz erzielt wurden.


Somit haben wir den 8. Platz beim Champions Cup 2016 belegt!


Endstand Damen:

1. Akkaren SDK (N)

2. Castores (CO)

3. UC Langen (D)

4. UW-Copenhagen D (K)

5. Nasut (FIN)

6. BCN (E)

7. Firs (I)

8. UWRC Wien (AT)

9. Black Mermaids (S)

10. Newark UWR (USA)


Kommentare:

Kommentar hinzufügen:



Was gibt es Neues?

uwr-logo-smallUnterwasserrugby Österreich ©2015 | Legal Suche