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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Der ChamionsCup 2017


Mit etwas Verletzungs- und Krankheitsbeschwerden im Gepäck starteten die östereichischen Damen am Freitag mit dem Vorrundenspiel gegen Akkaren aus Oslo, die später unglücklich nur den zweiten Rang belegen werden sollten.
Die deutlich höhere Spielerfahrung der Skandinavierinnen ließ nur einen ungleichen Kampf zu. Man versuchte beherzt die zahlreichen Angriffswellen abzuwehren, doch das Spiel endete Schlussendlich mit 0:13.

Am Samstagmorgen direkt um 8 Uhr stand mit dem türkischen Team IBB ein Gegner an, mit dem man sich in den letzten Jahren etwa auf Augenhöhe bewegt hatte. Tatsächliche Möglichkeiten zum Vergleich waren jedoch selten. Man blickte dem Spiel durchaus optimistisch entgegen und hoffte die Oberhand behalten zu können. Der UWRC fand sich jedoch bald unter höherem Druck wieder, als man geahnt hatte. Die Türkinnen drückten, hatten mehr Ballbesitz und bemühten sich, verlorene Bälle direkt im Forechecking zurückzuerobern. Doch die Defensivstärke der Wienerinnen hielt dem Druck stand, wirklich gefährlich wurde es kaum. Erst als kurz vor Ende der Partie Denise S. spontan ausgewechselt werden musste, kam kurz Unruhe in den Verteidigungsrhythmus. Diesen Moment konnte IBB tatsächlich nutzen, um 2 Minuten vor dem Ende in Führung zu gehen. Kurz darauf fiel noch ein zweites Tor für das türkische Team, weil Wien noch einmal alles nach vorne werfen wollte und von einem Konter kalt erwischt wurde. Mit einem Endstand von 0:2 war man folglich auf dem letzten Platz der Gruppe B und spielte nunmehr um die Ränge 7 bis 9 gegen die Perth Raiders aus Australien sowie die Black Mermaids aus Schweden.

Samstagabend folgte noch das Match gegen die Perth Raiders, ein eher unerfahrenes Team aus Australien. Die Aufstellung erneut durch Krankheiten beeinträchtigt ging man dennoch mit dem vollen Vertrauen ins Spiel, diesmal zu siegen. Das Spiel begann auf Augenhöhe, die Österreicherinnen kamen ebenso zu Konterchancen und Angriffsaktionen, wie ‚the women von down under‘. Doch verwandelt wurden diese zunächst nur von den Raiders, welche früh in der ersten Halbzeit zwei Tore erzielen konnten.  Ab diesem Moment begann die Aufholjagd des UWRC, als sichtlich der Druck der Wienerinnen erhöht wurde und man auf den Ausgleich presste. Ein Ruck ging durchs Team, die Körpersprache strahlte Trotz und Entschlossenheit aus. Mit steigenden Zweikampfquoten und vermehrten Kontern erzwang man kurz vor der Pause noch den so wichtigen Anschlusstreffer, Daniela N. traf zum 1:2. Die zweite Hälfte wurde intensiv geführt, doch Perth drückte nicht mit letzter Konsequenz auf die Entscheidung. Chancen vergingen, Minuten verstrichen. Erst 20 Sekunden vor dem Schluss fiel der erlösende Ausgleichstreffer. Sabine F. verwandelte zum 2:2 und der UWRC erzwang ein Penaltyschießen. Als erste Verteidigerin für den UWRC trat Karin E. an. Sie hielt die Angreiferin lange weg, doch kurz vor Ablauf der Zeit fand diese dennoch eine Lücke und verwandelte. Zum Ausgleich ging Julia B. an den Start. Sie hatte den Ball schon halb unter dem Ring, doch irgendwie gelang es der Torfrau, die bereits seitlich vom Deckel geschoben war, mit den Fingern dazwischen zu kommen. Nach kurzer Rangelei um den freigewordenen Ball konnte sie ihn sicher zur Oberfläche bringen. Damit ging die Partie nach dem ersten Strafwurd mit 2:3 verloren. Ein bitteres Ende, da man für die starke Aufholjagt nicht wirklich belohnt wurde.

Am Sonntag traf man auf das schwedische Team der Black Mermaids, eine heterogene Mannschaft mit einigen sehr starken Spielerinnen, die das Tor mit Vorliebe von oben attackieren. Der UWRC stellte sich in der Verteidigung gut auf die Gegner ein und konnte die erste Hälfte trotz vieler harter Angriffe souverän verteidigen. Gleichzeitig konnte man sich allerdings auch nicht entscheidend am gegnerischen Korb etablieren. In der zweiten Hälfte zahlten die Österreicherinnen den Preis für ein anstrengendes Turnier mit vielen angeschlagenen Spielerinnen. Es wurde zunehmend schwerer sich gegen die kraftvollen Angriffe der Mermaids zu verteidigen, die in der Folge drei Mal erfolgreich abschließen konnten. Trotz eines energischen Aufbäumens am Ende, um zumindest noch einen Treffer zu erzielen, endete das Spiel mit 0:3.
Zum ersten Mal seit dem Debut beim Champions Cup in 2014 müssen die Damen des UWRC somit heuer die rote Laterne mit nach Österreich nehmen. Wir werden sie nächstes Jahr zurück nach Berlin bringen um sie dann nie wieder anzuschauen.


Aufstellung der Damen:


Sturm:

Ann-Kristin W.
Anna W.
Bilim E.
Nausikaa D.
Sabine F.

Verteidigung:

Julia B.
Julia W.
Karin E.
Sophie B.
Ulrike M.

Tor:

Denise S.
Isabel D.
Magdalena W.
Sabrina S.
Daniela N.

 

 


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